Deutschland führender Entwicklungspartner in der Berufsbildung
Berlin / Westheim - Am 27. Mai 2010 fanden in Bonn die Regierungsverhandlungen zur entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Laos statt. Im Mittelpunkt standen die gemeinsamen Vorhaben in den Arbeitsschwerpunkten "Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung" und "Ländliche Entwicklung".
Laos ist es gelungen, den Anteil der Bevölkerung, die unterhalb der Armutsgrenze lebt, von 46 Prozent der Gesamtbevölkerung in 1992/1993 auf rund 27 Prozent im Jahr 2008 zu senken. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen erhöhte sich bis Ende 2009 auf beachtliche 900 US-Dollar pro Jahr. Dem landwirtschaftlich geprägten Land fehlen jedoch weiterhin qualifizierte Ausbildungsmöglichkeiten für seine junge Bevölkerung – 50 Prozent der laotischen Bevölkerung ist unter 20 Jahre alt –, um seine Wirtschaftskraft zu entfalten und mit der wirtschaftlichen Entwicklung seiner Nachbarn mithalten zu können. Daher wurden weitere Investitionen und Beratungsmaßnahmen Deutschlands für das laotische Berufsbildungssystem vereinbart. Deutschland wird damit zum führenden Entwicklungspartner im Bereich beruflicher Bildung in Laos.
Nachgefragt von Deutschland wurde auch der Ausbau des Engagements im Bereich Mikrofinanzierung. Die deutsche Unterstützung reicht dabei von der Beratung der Laotischen Zentralbank über den Aufbau von Dorfbanken bis hin zur Qualifizierung von Mikrofinanzierungsverbänden in ländlichen Regionen.
Weitere Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit mit Laos sind Walderhalt und Klimaschutz, ländliche Entwicklung und Privatwirtschaftsförderung. Mit Programmen in diesen Bereichen trägt die Bundesregierung zur Armutsbekämpfung insbesondere in ländlichen Regionen des Landes bei. Insgesamt wurden der laotischen Regierung 31,3 Millionen Euro für die bilaterale staatliche Entwicklungszusammenarbeit der kommenden zwei Jahre zugesagt.